Köbi Kuhn Corner

Kolumne

  • Basel begeistert, YB und der FCZ die grossen Enttäuschungen!

    Liebe axposuperleague.ch-Leser

     

    Achtzehn Runden sind gespielt und es geht in die wohlverdiente Winterpause.  

     

    Der FC Basel lässt ausgerechnet nach dem Sensationssieg gegen Manchester United das erste Mal seit langem Punkte liegen: Gegen Xamax reicht es den Bebbi trotz Überlegenheit und Überzahl nur zu einem 1:1. Da Luzern aber beim Abschiedsspiel von Hakan Yakin ebenfalls strauchelte, bleibt der Punkteabstand für Basel genügend gross, um eine ruhige Weihnachtszeit zu verbringen.

     

    Ganz im Gegensatz zu YB, wo der Frust die Gemüter beherrscht. Die erste Saisonhälfte verlief harzig und entgegen den Erwartungen, die mit Erfolgstrainer Christian Gross in die Hauptstadt kamen.  Mit dem Meistertitel wird es dieses Jahr wieder nichts und auch im Cup und der Europa League konnte man nicht bestehen. Um den Ärger vor der Pause perfekt zu machen, wurden den Bernern dieses Wochenende erneut zwei Tore aberkannt. Christian Gross muss die nächsten paar Wochen über die Bücher und sich um sinnvolle Zuzüge bemühen, damit sich die zweite Saisonhälfte erfolgreicher gestalten lässt.

     

    Auch bei den Zürcher Clubs sieht es nach der 18. Runde nicht rosig aus. Der FCZ hat in den letzten 3 Spielen sieben Punkte erzielt, hängt aber trotzdem auf Platz acht fest. Einen solchen schlechten Stand hatten sie seit der Saison 2003/2004 nicht mehr. Nach eben diesem Tiefpunkt folgten allerdings Jahre des Erfolges unter Lucien Favre – man kann also nur das Beste hoffen.

     

    Die Grasshoppers unterlagen im Kellerduell nach einer enttäuschenden Leistung gegen Lausanne . Die Equipe von Ciriaco Sforza überwintert somit auf dem Barrage-Platz, acht Punkte vor Schlusslicht Lausanne. Eine erschütternde Bilanz für den Rekordmeister!

     

    Ziehen wir die Halbzeitbilanz aus dem bisherigen Meisterschaftsbetrieb, fallen die negativen Begebenheiten um Krisenclub Xamax ins Gewicht, gegen dessen Präsident immer noch ermittelt wird, wie auch der Transferstreit zwischen dem FC Sion und der Liga. Beim Spielabbruch des Zürcher Derbys wurde ein neuer Tiefpunkt in der Schweizer Fankultur erreicht, der den Handlungsbedarf in Sachen Sicherheit bei Fussballspielen offen darlegte.

     

    Im positiven Kontext darf man neben dem neuen Zuschauerrekord der Liga besonders nach den jüngsten Ereignissen den Tabellenleader FC Basel erwähnen. Für den sensationellen Sieg gegen den Fussballriesen Manchester United möchte ich der ganzen Mannschaft herzlich gratulieren.

     

    Heiko Vogel hat bestätigt, was bisher nur vermutet wurde: Er ist ein erstklassiger Trainer, der nicht nur über ein grosses Fachwissen verfügt, sondern auch weiss, wie er das Team erreicht. Den Cheftrainer-Posten beim FC Basel hat er mehr als verdient.

     

     

    Ich bin gespannt, ob sich der FC Luzern ohne Yakin so weit oben in der Tabelle halten kann, ob es Xamax in der Rückrunde noch geben wird, ob die Zürcher Clubs den Weg aus der Krise finden und wie es mit Gross und YB weitergeht.

     

    Ich wünsche allen Fussballfans eine besinnliche Weihnachtszeit!

     

    Bis zum nächsten Mal,

     

    Ihr


    Kobi Kuhn
  • Die Schiedsrichter haben es nicht leicht!

    Liebe axposuperleague.ch-Leser

     

    Bereits eine Runde vor Schluss steht der FC Basel als Wintermeister fest. Mit den sechs Punkten Abstand auf den FC Luzern lässt es sich gut überwintern, doch gewonnen ist noch nichts.

     

    Den Spitzenkampf dieses Wochenendes konnten die Basler mit dem nötigen Wettkampfglück 1:0 für sich entscheiden. Die Luzerner übten lange Zeit viel Druck auf die Bebbi aus, bis ein Traumtor von Streller die umkämpfte Begegnung entschied. Doch schon vorher war der FCB mit Fortuna im Bunde, als dem FCL ein glasklarer Penalty verweigert wurde.

     

    Der FC Luzern ist jedoch nicht der einzige Verein, der aktuell mit falschen Schiedsrichterentscheiden unten durch muss.

     

    Auch den Berner Young Boys wurde zum fünften Mal in Folge ein Goal zu Unrecht aberkannt. Dass es ausgerechnet das Siegtor gewesen wäre, verstärkt bei Christian Gross & Co. das unangenehme Gefühl der Ungerechtigkeit.

     

    Das Spiel gegen Sion endete also 1:1, nachdem das Heimteam schon bei dem einen Gegentor nicht gerade vom Glück geküsst worden war: Eine Flanke von Sions Sio knallte an den Pfosten und fand via Rücken von YB-Keeper Wölfli den Weg ins Tor. YB hätte den Sieg verdient, waren sie doch über weite Teile die spielbestimmende Mannschaft.

     

    Leider häufen sich Diskussionen über die Leistungen der Unparteiischen in letzter Zeit. Der FC Zürich musste in den letzten zwei Partien gleich zwei überaus harte Platzverweise in Kauf nehmen und erhielt im Cupspiel gegen den unterklassigen FC St. Gallen einen Penalty für ein Foul, das nicht im Strafraum begangen worden war.

     

    Zum Glück liess sich der FC Zürich dieses Wochenende durch den harten Platzverweis gegen Chaker Zouaghi nicht zurückbinden und gewann das Auswärtsspiel in Genf mit 0:1.

     

    Schiedsrichter haben keinen leichten Job, das ist klar. Entscheidungen müssen in kurzer Zeit und oft unter hohem Druck getroffen werden. Dass Fehler passieren, ist nichts weiter als menschlich und gehört zum Spiel.

     

    Trotzdem ist es immer wieder ärgerlich, wenn Fehlentscheidungen den Verlauf oder gar den Ausgang einer Partie beeinflussen. Die Leistungen der Schiedsrichter ist auch ein Faktor, der die Qualität einer Liga mitbestimmt. Hier hat die Schweiz sicherlich noch Verbesserungspotential.

     

    Die 17. Runde in einem Satz: Basel zieht davon, YB dreht sich im Kreis und die Zürcher Clubs können endlich wieder Erfolge feiern.

     

    Wie sich das Cup-Aus von den drei Axpo Super League Teams FCZ, YB und Servette auf die Liga auswirkt, wird sich zeigen. Für den ein oder anderen mag es ein weiteres nicht erreichtes Ziel bedeuten, aber gleichzeitig ist es eine Belastung weniger. Dies hilft, den Fokus voll und ganz auf die Meisterschaft zu setzen.

     

    Bis zum nächsten Mal,

     

    Ihr


    Kobi Kuhn
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